Basteltipp 19 von Ute und Tilman Michalski

Lauschige Nacht mit Windlichtzelt

An der Biegung des Flusses haben Prärie-Indianer ihre Zelte aufgestellt. Die dreieckigen „Rauchohren“, oben an der Spitze der Tipis, steuern den Rauchabzug. Wenn es Nacht wird, versammeln sich die Familien des Stammes um die Feuerstelle im Zelt und „Weise Krähe“ erzählt alte Indianer-Mythen.
Statt Büffelhaut verwenden wir eine Tonplatte für das Zelt, für das keine Holzstangen als Stütze gebraucht werden. Es wir auf eine zweite Tonplatte gesetzt, die den feuerfesten Boden bildet.

1. Tuch nass machen, auswringen und auf der Arbeitsfläche glatt streichen. Holzleisten parallel auflegen (Nudelholz muss „wie auf Schienen“ darauf zu führen sein).
Aus Ton eine tennisballgroße Kugel formen.

2.
Die Tonkugel zwischen die Leisten legen, etwas flach klopfen und mit dem Nudelholz zu einer Tonplatte walzen (Stärke ist gleichmäßig 1 cm dick!).

3.
Leisten und Nudelholz entfernen. Schablone auf Ton legen, Halbkreis ritzen und ausschneiden.

4.
Tonrest gerade abschneiden. Mitte der Strecke (Kreisdurchmesser) markieren.

5.
Halbkreis zu einer Tüte formen, doch oben (an der markierten Stelle) geöffnet lassen. Übereinandergelegte Enden glattstreichen. Aus Tonrest Rauchklappen schneiden und neben der oberen Öffnung anstreichen.

6.
Einstiegsöffnung ins Tipi schneiden. Eine zweite Tonplatte für den Boden walken und beides nach dem Trocknen brennen (Tonbrennofen bei 950°C).
Ein Teelicht auf die Bodenplatte setzen,entzünden und das Tipi als Windschutz darüberstülpen.

Material für Tipi und Boden
Ton, rot brennend
glattes Tuch (ca. 35 x 35 cm)
2 Holzleisten
(ca. 30 cm, 1 cm dick)
Nudelholz
kleiner Teller (oder Papierkreis) als Schablone
Schaschlikstäbchen (zum Ritzen)
kleines Messer
Bleistift (zum Mustern)
Teelicht
eventuell Deckfarben